Kleiner Waldfreund on Tour: Zu Besuch bei Waldchind Züri

Kleiner Waldfreund on Tour: Zu Besuch bei Waldchind Züri
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Donnerstagmittag, wir machen uns auf den Weg zu den «Waldchind Zürich» – Kindergarten sowie 1. und 2. Klasse Schule im Wald – wie geht das? Rechnen und Schreiben im Wald? Wir sind gespannt!

Bei der Ankunft im Wald oberhalb von Zürich, werden wir von der Gründerin der Waldchind, Iris Seewald, abgeholt und zum Waldplatz gebracht. Iris, Primarlehrerin und Naturpädagogin, hat 2014 zusammen mit Regula Ritter, Umweltnaturwissenschafterin, die Waldchind als Privatschule gegründet. Aus der Überzeugung heraus, dass der Wald mit der frischen Luft, viel Platz zum Spielen und Gelegenheiten, die Jahreszeiten mit allen Sinnen zu erleben, die ideale Lernumgebung bietet und dass motivierte Kinder durch ihre natürliche Lernbereitschaft und ihren Forscherdrang in einem freieren Setting genau das lernen können, was sie brauchen.

Im Wald herrscht eine atmosphärische Stimmung: ein Cello spielt, es ist ruhig, die Kinder sitzen mit 3 BetreuerInnen im Kreis und üben für das «Lichterfest», zu dem sie am nächsten Tag ihre Eltern einladen. Sie singen und jedes Kind darf in der Mitte des Kreises eine Kerze anzünden.

 

Der Wald wirkt an dieser Stelle weit und die grossen Bäume müssen für die Kinder wie Riesen wirken. Geht da kein Kind verloren? Die Kinder kennen den Radius, in welchem sie sich frei bewegen dürfen und sie halten sich in der Regel immer daran, meint Iris.

 

Wie läuft nun so eine Schulstunde ab? Es wird alters- und stufendurchmischt gearbeitet. So lernen die Kinder voneinander und helfen sich gegenseitig. Zählen lernen sie integrativ, beispielsweise anhand von Jahresringen oder beim Einrichten ihres Waldladens. Möchten die Kinder schreiben, stehen eine Schreibkiste mit Heften und Stiften und Schreibunterlagen zur Verfügung. Die Bildungsziele entsprechen dem Lehrplan 21, damit der Übertritt in die Volksschule gewährleistet ist. Das Angebot sieht 4 Jahre von Kindergarten bis zur 2. Klasse vor. Jedes Kind hat einen eigenen Förderungsplan, der seinen Stärken und Schwächen gerecht wird.

Bücher? In einer Kiste befindet sich die Bibliothek. Eigentlich alles wie in einem normalen Schulzimmer – nur eben draussen.

 

Jetzt wird es lauter, die 21 Kinder haben nun Zeit zum freien Spiel. Sie rennen herum, denn einigen ist kalt, doch dafür kennen sie das Rezept. Sie kommen zu uns und sind neugierig, wer wir und unser «Kleiner Waldfreund» sind. Voller Stolz zeigen sie uns ihre Sackmesser – jedes Kind hat ein eigenes. Uns fällt auf, dass die Kinder sehr offen sind, keine Scheu zeigen. Sie kennen jeden Winkel ihres Waldes und zeigen uns unter einer Wurzel ihre Schatzkammer – ein trockener Ort, bei jeder Witterung. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

 

Die Witterung – was ist bei grosser Kälte und Sturm? Da steht ein beheizter Raum auf dem ETH-Gelände zur Verfügung, der im Winter für einige Stunden  auch zum drinnen Arbeiten benutzt wird. Ansonsten durchleben die Kinder alle 4 Jahreszeiten draussen. Umso wichtiger ist es daher, die richtige, wetterfeste Ausrüstung zu haben.

 

Die Kinder rennen mit ihren BetreuerInnen um die Wette und für uns ist es Zeit, Abschied zu nehmen vom Freiluft-Schulzimmer. Spannend war’s bei den Waldchind und die imaginäre Türe ins Schulzimmer geöffnet zu haben.

 

Das Angebot und alle Informationen zu den «Waldchind Züri» findet ihr unter: www.waldchind.ch.

 

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